Rechtsstreit zwischen Starfotografen und Münchner Sternekoch endet mit Vergleich vor dem LG München I

Der Münchner Sternekoch Mario Gamba (Acquarello) und sein Landsmann, der italienische Starfotograf Ferdinando Cioffi, stritten sich vor dem Landgericht um eine Honorarforderung in Höhe von 15 470 Euro für Cioffis Fotos, die für eine Mischung aus Bildband und Kochbuch verwendet werden sollten. Dabei vertrat ich den Fotografen Cioffi.

Zum Artikel der Tageszeitung München…

Der Streit endete mit einem Vergleich.

Kunstwerke auf Kreuzfahrtschiffen – Ablichten und Veröffentlichen erlaubt?!

Kreuzschiff AidaLinks seht Ihr ein Urlaubsfoto, das ich in der isländischen Hafenstadt Akureyri geschossen hatte. Es zeigt die »AIDA« mit ihrem markanten »AIDA-Kussmund«. Darf ich es hier veröffentlichen? Schließlich könnte der Kussmund ja urheberrechtlich geschützt sein und der Urheber mir die öffentliche Zugänglichmachung seines Werks verbieten.

Genau das hatte nun ein Gericht zu entscheiden: Ein Reiseveranstalter warb mit einem Foto der »AIDA« mit dem dem AIDA-Kussmund auf seiner Website und berief sich auf die Panoramafreiheit, § 59 UrhG. Der Inhaber der Rechte am Kussmund war dagegen der Meinung, ein Kreuzfahrtschiff befinde sich nicht bleibend an einem öffentlichen Weg. Weiterlesen

Aus Wut fotografiert – Einstweilige Verfügung kassiert.

Tischakrobatik zur Lampeninstallation

Tischakrobatik zur Lampeninstallation

Sind wir jetzt im Turnunterricht? Natürlich nicht! Ich habe nur eine Szene nachgestellt, wegen der es schon einmal richtig Ärger gab. Das kam so:

Jemand ließ seine Wohnung von einer Baufirma renovieren. Auf einmal hatte die Schreibtischplatte im Büro Kratzer auf der Oberfläche. Also fragte der Eigentümer den Bauleiter, wie er sich die Kratzer erklären kann. Der Bauleiter wusste von nichts, und auch ein Nachhaken bei seinen Handwerkern brachte keine neuen Erkenntnisse.

Doch dann geschah es. Einer der Handwerker der Baufirma erwischte einen externen Elektriker, wie er eine Lampe der Decke montierte und sich dabei einfach mit seinen Arbeitsstiefeln auf die Tischplatte stellte (so ähnlich, wie ich auf dem Foto). Weiterlesen

Ablichten einer Sandskulptur – gilt die Panoramafreiheit?

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Sandfigur auf dem Münchner Tollwood Festival

Jeder kennt Sandburgen am Strand oder – wie auf dem Foto erkennbar – Sandskulpturen auf einem Festival. Die auf dem Foto abgelichtete Sandfigur dürfte ohne Weiteres ein urheberrechtlich geschütztes Werk der bildenden Kunst sein (§ 2 UrhG). Zum einen erfordert § 2 UrhG keine »ewige« wahrnehmbare Formgestaltung – auch Eisfiguren oder Sandskulpturen, die nur für kurze Dauer existieren, genießen urheberrechtlichen Schutz. Zum anderen dürfte auch kein Zweifel daran aufkommen, dass die Schöpfungshöhe überschritten ist.

Die große Frage lautet aber: Darf ich die urheberrechtlich geschützte Sandfigur fotografieren und das Foto dann im Internet veröffentlichen? Weiterlesen